5 Tipps für ein selbstbestimmtes Leben

Es ist ein Ruhehafen und die ultimative Zufluchtsstätte. Das eigene Zuhause ist für viele Menschen ein geradezu heiliger Ort. Hier finden wir Ruhe. Hier sind wir ganz bei uns selbst. Hier können wir uns verwirklichen. Mitunter schränken aber Alter oder Krankheit das unabhängige Leben im gewohnten Umfeld ein. Es droht der Umzug in eine Pflegeeinrichtung. Und damit der Verlust von Freiheit und Selbstbestimmung. Einige praktische Tipps für die Gestaltung der eigenen vier Wände können helfen, möglichst lange selbstbestimmt Zuhause zu leben.

Gemütliches Zuhause oder Gefahrenzone?

Die Kraft lässt nach. Sie hören und sehen zusehends schlechter. Mit zunehmendem Alter kann der Alltag beschwerlich werden. Jede Treppenstufe scheint sich wie ein gigantisches Hindernis aufzutürmen. Selbst kleine Bodenwellen erweisen sich als Stolperfallen. Die Ausstattung der eigenen vier Wände ist mitentscheidend, wenn es um die Frage geht, wie lange Sie Zuhause wohnen können. Breite Türen und niedrige Schwellen erleichtern beispielsweise das Leben. Für die unüberwindlichen Treppen gibt es Lifte oder Hilfsmittel. Aber der Reihe nach.

Wer möglichst lange selbstständig leben möchte, steht irgendwann vor Herausforderungen. Hinkommen, Reinkommen und Klarkommen werden zum Problem. Technische Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen können helfen.
Bernhard Reindl

Tipp 1: Vorbeugung hilft.

Denken Sie am besten schon an das Leben im Alter, lange bevor es so weit ist. Achten Sie frühzeitig auf Ihre Gesundheit. Sport und Bewegung halten fit. Wer aktiv ist, kann sich seine körperliche Leistungsfähigkeit länger bewahren und mobil bleiben. Mit etwas Glück verlieren Körper und Geist so erst später oder langsamer an Kraft. Wenn überhaupt.

Tipp 2: Rechtzeitige Vorbereitung auch.

Viele Menschen können sich aufkommende körperliche Schwächen nur schwer eingestehen. Sie reagieren erst, wenn Hilfe unumgänglich ist. Stellen Sie lieber möglichst früh die Weichen für ein Leben mit eingeschränkter Mobilität. Der Eintritt ins Rentenalter ist beispielsweise ein guter Zeitpunkt für eine Sanierung mit Weitblick. So vorbereitet können Sie lange von Ihren Umbauten profitieren und hoffentlich schwerwiegende Probleme vermeiden. Schließlich sind Stürze im eigenen Wohnbereich häufig der Auslöser dafür, dass Menschen pflegebedürftig werden

Tipp 3: Und Informieren erst recht.

Wie kann ich meine Wohnung umbauen, damit sie möglichst lange mein Zuhause bleibt? Und welche Fördermittel stehen wo bereit? Es gibt Beratungsstellen, die Ihnen Antworten auf diese Fragen geben. Helfen können beispielsweise Wohnberatungsstelle, Pflegekasse, Pflegestützpunkt, Seniorenamt, Seniorenbeirat oder auch das Sozialamt. Die Angebote variieren von Bundesland zu Bundesland.

Tipp 4: Probleme lösen statt ignorieren.

Wenn es Ihnen zunehmend schwer fällt, Ihren Alltag zu bestreiten, sollten Sie die Anzeichen ernst nehmen und nach praktischen Lösungen suchen. Andernfalls geht die Lebensqualität Stück für Stück verloren. Für Pflegebedürftige mit Pflegestufe stehen bis zu 4.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Einige technische Hilfsmittel erhalten Sie von der Krankenkasse auch auf Verschreibung von Ihrem Arzt. In den meisten Bundesländern gibt es Fördermittel für Umbaumaßnahmen. Es gelten hier Einkommensgrenzen. Vorrausschauendes Handeln wird jedoch nicht belohnt. Gefördert wird in dieser Weise nämlich erst, wenn schon ein entsprechender Bedarf vorliegt. Wichtig ist zudem, Anträge vor dem Beginn der Maßnahme zu stellen. Unabhängig von sozialer oder medizinischer Indikation bietet die KfW-Bank im Programm „Altersgerecht Umbauen“ Förderung in Form von Krediten oder Zuschüssen.

Tipp 5: Offene Worte finden. Vielleicht auch öfter.

Ein Verwandter oder Bekannter hat zunehmend Schwierigkeiten seinen Alltag zu bestreiten? Dann sprechen Sie das ruhig an. Es ist für die meisten Menschen überaus schwierig, sich Schwächen einzugestehen. Zudem scheuen wir Veränderungen und hängen an Gewohnheiten. Aber nur wer sich Schwierigkeiten eingesteht, kann besser geeignete Maßnahmen treffen. Oftmals brauchen Betroffene Hinweise von nahestehenden Menschen, um auf diesen Weg zu gelangen.

 

Und zum Schluss: Ein paar Worte über die Grenzen des Machbaren

Wir alle müssen uns eingestehen: Engagierte Angehörige und kluge Umbauten können viele Probleme abschwächen und dafür sorgen, dass wir lange Zuhause wohnen bleiben. Es gibt aber Grenzen beim Versuch, den Einzug in ein Heim zu verschieben. Diese gilt es im Zusammenspiel mit dem Betroffenen, Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften zu erkennen.
 
Bernhard Reindl, 61, ist Leiter der „Beratungsstelle Wohnen“ beim gemeinnützigen Verein Stadtteilarbeit in München. Der Verein trägt dazu bei, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben können. Dafür bietet er kostenlos umfassende Leistungen an – von der telefonischen Erstberatung über die Wohnungsbegehung bis zur Begleitung bei der Umsetzung von Umbauarbeiten. Die Nachfrage danach wächst stetig.
 
 

 

 

 

 

Sie haben hart für ein selbstbestimmtes Leben gekämpft.

Sorgen Sie dafür, dass es so bleibt. Mit der Pflegezusatzversicherung der DKV.

testdingens

Regisseur David Sieveking

Filmemacher David Sieveking über Selbstbestimmtheit und Würde im Alter

mehr erfahren

Eine neue Grundlage für die Pflege.

Schon heute an morgen denken. Im Interview spricht Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, über die Zukunft der Pflege.

mehr erfahren

testdingens

Unsere Leistungen im Detail.

Finden Sie heraus, was genau die Pflegezusatzversicherung der DKV leistet. Und was sie kostet.

mehr erfahren